Ernährungsratgeber für Hunde und Katzen
Giftige Pflanzen in Wohnung und Garten
Zimmerpflanzen:
Lilien (extrem giftig v.a. für Katzen) --> Nierenversagen
Alpenveilchen (hochgiftig) --> Krämpfe, Kreislaufstörungen
Einblatt (Spathiphyllum), Monstera, Efeutute, Ficus (Birkenfeige), Weihnachtsstern --> u.a. Erbrechen, Anschwellen der Zunge, Magen-Darm-Beschwerden
Garten & Balkon:
Efeu: Beeren und Blätter führen zu Krämpfen und Atemnot.
Oleander: schon kleine Mengen Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand führen.
Eibe: Fast alle Teile sind hochgiftig und wirken schnell auf das Herz.
Rhododendron / Azalee: führt zu Sabbern, Erbrechen und im schlimmsten Fall zum Koma.
Buchsbbaum: enthält Alkaloide, die Erbrechen und Lähmungen auslösen können.
Frühlingsblüher (Tulpen, Narzissen, Hyazinthen): Besonders die Zwiebeln sind gefährlich. Sie verursachen schwere Magen-Darm-Reizungen.
💡 Was tun im Notfall?
Sollte dein Tier doch einmal genascht haben, ist Schnelligkeit entscheidend.
- Reste sichern: Nimm eine Probe der Pflanze mit zum Tierarzt, damit dieser genau weiß, welches Gift vorliegt.
- Kein Erbrechen erzwingen: Versuche niemals selbst, das Tier zum Erbrechen zu bringen (außer auf Anweisung des Arztes), da manche Gifte die Speiseröhre beim Rückfluss erneut verätzen können.
- Tierarzt kontaktieren: Auch wenn noch keine Symptome sichtbar sind, zählt oft jede Minute.
Tipp für Katzenbesitzer: Biete immer Katzengras als sichere Alternative an. Das lenkt den Knabbertrieb oft erfolgreich von den Zimmerpflanzen ab. ,
Ernährung: Eine Katze ist KEIN kleiner Hund
Evolution:
Der Hund (bzw. sein Vorfahre, der Wolf) hat sich im Laufe der Evolution eher in eine omnivore (allesfressende) Richtung entwickelt.
Katzen sind während ihrer gesamten Entwicklung auf eine rein tierische Nahrung (carnivor) spezialisiert geblieben. Ihre Ansprüche unterscheiden sich daher gänzlich von denen des Hundes.
Beute- und Fressverhalten:
Hunde: Jagen im Rudel, oft größere Beutetiere. Schlingen große Mengen auf einmal, gefolgt von Fastenperioden. Fressen auch Aas oder vergraben Reste als Vorrat für später.
Katzen: Einzelgänger, die mehrmals täglich kleine Beutetiere fangen. Fressen lieber kleine Portionen (12-16x am Tag) in unregelmäßigen Abständen. Verzehren die Beute lieber frisch.
Anteil pflanzlicher Kost
Hunde/Wölfe nehmen in der Natur beachtliche Mengen an pflanzlicher Kost (Beeren, Früchte, Wurzeln) zu sich. Es wurde sogar beobachtet, dass manche Tiere zeitweise ausschließlich Pflanzen fressen.
Katzen weichen selbst bei Nahrungsknappheit nicht auf pflanzliche Kost aus. Die Aufnahme von Gras dient bei ihnen lediglich der Verdauung und nicht der Vitaminaufnahme.
Gemeinsamkeiten (trotz der Unterschiede):
Beide Tierarten fressen von ihrer Beute im Normalfall nicht nur das Muskelfleisch, sondern auch Knochen, Knorpel und Innereien inklusive Darminhalt. Dass Hauskatzen oft nur die "besten Teile" fressen, liegt vor allem an der Überversorgung durch den Menschen.
Giftige Lebensmittel für Hunde & Katzen
Die Klassiker: Schokolade (Theobromin), Kaffee & Schwarzer Tee (Koffein)
Obst & Gemüse: Weintrauben, Obstkerne (Blausäure), Zwiebel, Knoblauch
Nüsse: Macadamia
Genussmittel: Alkohol (Ethanol), Nikotin, Haschisch (THC) - auch inhaliert
Achtung auch bei: ungekochten Kartoffeln und anderen Nachtschatten-gewächsen (Solanin), Avocado, Kochsalz, Xylit ! (u.a. Kaugummi)